Eine Rezension von „Warum die Deutschen? Warum die Juden?” — Teil 1

A Review of “Why the Germans? Why the Jews?” — Part 1, originally published on January 19, 2016.

Eine Rezension von „Warum die Deutschen? Warum die Juden?”
von Götz Aly

  1. Januar 2016

Die Kultur des Holocaust ist dabei, Deutschland zu zerstören. Von Intellektuellen und Medienelite über Jahrzehnte immer und immer wieder bekräftigt, hat das Konzept, dass Deutsche und ihre Nachkommen verantwortlich sind für „ein einzigartiges Verbrechen in der Geschichte der Menschheit“ einen derart demoralisierenden Effekt gehabt, dass Millionen voll und ganz Angela Merkels gegenwärtigen Versuch unterstützen, die ethnische Basis ihrer Nation zu zerstören. Überall im Westen wurde die Kultur des Holocaust mit verheerenden Folgen dafür genutzt, jede Opposition gegen die von der jüdischen Diaspora verfolgte Strategie einer massiven nicht-weißen Einwanderung und des Multikulturalismus zu unterdrücken. „Der Holocaust” ist der Dreh- und Angelpunkt der Agenda zur Verdrängung der Weißen, wobei jeder Hinweis auf rassische oder ethnische Identifikation oder Solidarität in Europa in den Hirnen von Millionen – wahrscheinlich Milliarden – Menschen sofort mit Auschwitz und dessen vermeintlichem Grauen in Verbindung gebracht wird.

Die gesamte soziale und politische Ordnung im gegenwärtigen Westen — die auf den gefälschten Konzepten von der Gleichheit der Rassen und der angeblichen Vorteile rassischer Vielfalt und des Multikulturalismus basiert — wurde auf den moralischen Fundamenten des Holocausts aufgebaut. Weiße dürfen nicht als Interessengruppe anerkannt werden – weil „nie wieder Auschwitz”. Westliche Nationen haben eine moralische Verpflichtung, unbeschränkte nicht-weiße Immigration aus der Dritten Welt zu akzeptieren – weil „nie wieder Auschwitz“. Europa muss seine Grenzen für feindlich gesinnte islamische Eindringlinge öffnen – weil „nie wieder Auschwitz”. Weiße sollten in demütiger Weise ihre mutwillige Verdrängung (und ihr endgültiges Aussterben) hinnehmen – weil „nie wieder Auschwitz”.

Der jüdische Historiker Peter Novick hat beschrieben, wie die heutige Kultur des Holocaust als Teil einer gemeinsamen jüdischen Reaktion auf den Eichmann-Prozess 1961–62, den Sechs-Tage Krieg im Nahen Osten 1967 und insbesondere den Yom-Kippur-Krieg 1973 entstand. Obwohl die Fundamente bereits im Jahre 1946 in Nürnberg gelegt wurden, waren es diese späteren Ereignisse und die Ängste, die sie bei Juden auf der ganzen Welt hervorriefen, wodurch „in der amerikanischen Kultur etwas Eindeutiges, ‘der Holocaust’ genanntes entstand— ein eigenständiges Ereignis” und damit als Begriff in die englische Sprache Einzug hielt als eine Beschreibung aller Arten von Schrecken. Seit damals, notiert er, ist in Amerika „der Holocaust” „immer mehr zu einem zentralen Thema im öffentlichen Diskurs geworden— insbesondere, natürlich, unter Juden, aber auch in der Allgemeinheit” und hat seitdem „einen transzendentalen Status erhalten als der Überbringer ewiger Wahrheiten oder Lehren, die man aus seiner Betrachtung ziehen könnte.”[i]

Novick bestätigt den Hauptgrund für diesen Zustand: dass Juden, mit ihrer Dominanz in akademischen Zirkeln sowie den Medien und der Unterhaltungsindustrie, diese „amerikanische” (und im erweiterten Sinne „westliche”) Kultur bestimmen, die vom Holocaust geradezu besessen ist. Er argumentiert, dass die Wichtigkeit des Holocausts kein spontanes Phänomen ist, sondern von den gebündelten, finanziell gut ausgestatteten Anstrengungen jüdischer Organisationen und einzelnen Juden herrührt, die Zugang zu den wichtigen Medien haben:

Wir sind nicht nur die Schriftbesitzer, sondern auch die Leute aus den Hollywoodfilmen und den Miniserien aus dem Fernsehen, aus den Zeitschriftenartikeln und den Zeitungskolumnen, aus den Comics und den akademischen Symposien. Als sich das amerikanische Judentum in großem Maße mit dem Holocaust zu beschäftigen begann, war es, angesichts der wichtigen Rolle, die Juden in amerikanischen Medien und meinungsbildenden Eliten spielen, nicht nur selbstverständlich, sondern nahezu unausweichlich, dass er sich in der gesamten Kultur wiederspiegeln würde. (Peter Novick, Amerika und der Holocaust (Mariner Books, 1999), 12)

Der jüdische Direktor Jill Soloway bemerkte, dass Juden in Hollywood eine „Kultur nachbilden, um uns nach dem Holocaust zu verteidigen.” Zur Folge hatte diese ethnische “Verteidigung” eine intensive Werbung für rassische Vielfalt und Vermischung, die Verunglimpfung von Weißen und ihrer traditionellen Kultur, die Hypersexualisierung von dem, was heute als westliche Kultur durchgeht, die Glorifizierung sexueller Nichtkonformität und die Abschaffung traditioneller Geschlechterrollen — alles kombiniert mit ständigen Erinnerungen an „den Holocaust” mit seinen begleitenden Themen der noblen jüdischen Opferrolle und dem unübertroffenen deutschen (weißen, europäischen) Bösen.

Seit 1945 sind 148 Spielfilme über „den Holocaust” gedreht worden — die Mehrheit nach 1970. Der jüdische Intellektuelle Chaim Bermant bemerkte, dass „die Juden, die nach und nach das Sagen in Hollywood hatten” zusammengenommen „mehr getan haben, um die Gepflogenheiten und Geschmäcker der Amerikaner zu bestimmen als die Kirchen oder sogar die Schulen.”[ii] Die psychologische Effekte von Hollywoods Besessenheit, was den Holocaust angeht, wurden in den 1990er Jahren deutlich, als bei einer Umfrage 97% der Amerikaner wussten, was „der Holocaust” war — erheblich mehr als jene, die “Pearl Harbor” zuzuordnen wussten, oder dass die Vereinigten Staaten zwei Atombomben auf Japan abgeworfen hatten, und viel mehr als die 49%, die davon Kenntnis hatten, dass die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg auf der Seite Amerikas gekämpft hatte.[iii]

Überall im Westen werden zahllose Holocaust-Gedenkstätten und Museen von freigebigen Steuerzahlern bezahlt und das Fach „der Holocaust” ist vielerorts Pflichtfach an den Schulen. Die Kultur des Holocaust dient nicht nur dazu, um über ihre von Immigranten angeführte Verdrängung besorgte Weiße moralisch zu entwaffnen, sie ist auch ein Kernpunkt jüdischer Anstrengungen, um Mischehen in der Diaspora vorzubeugen. Eric Goldstein, zum Beispiel, bemerkt wie „Juden eifrig über den Holocaust reden, darüber lesen und die Erinnerung an ihn wachhalten, um ihr Gefühl der Andersartigkeit gegenüber Nichtjuden am Leben zu erhalten.”[iv]

H-prop

„Der Holocaust ist“, in den Worten von Nicholas Kollerstrom, „zum Ersatz für echtes metaphysisches Wissen” geworden und Auschwitz dient nun als geistiges Zentrum einer neuen Religion und Ort der ehrfürchtigen Pilgerschaft für Millionen bußfertiger Europäer. Diese Geschichte hat ferner einen endlosen Geldfluss aus Deutschland nach Israel in Gang gesetzt, um mehr Holocaust-Überlebende zu entschädigen, als es jemals Juden in Ländern unter deutscher Herrschaft gab.[v]

Es ist zweifelhaft, ob ohne die „Holocaust”-Geschichte, und die Fassade der Rechtschaffenheit, die es jüdischem Aktivismus verleiht, in den Vereinigten Staaten die Einwanderungsgesetzte von 1965 beschlossen worden wären. Gleichermaßen wäre das Kippen der Politik eines Weißen Australien nur acht Jahre später — ein direktes Ergebnis jüdischer Ethnopolitik —wahrscheinlich nicht passiert ohne den moralischen Einfluss, den „der Holocaust” jüdischen Aktivisten und ihren nichtjüdischen Helfershelfern verliehen hatte. Der linke australische Historiker Professor Henry Reynolds hat die jüdisch-ethnopolitischen (und auf den Holocaust fixierten) Ursprünge des vorherrschen Glaubens an die Gleichartigkeit biologischer Rassen bestätigt, als er folgendes zu Papier brachte: „Meine Studenten fragen mich oft, wie in der Vergangenheit die Leute derart fragwürdige Ansichten [zu Rassen] haben konnten. Sie können nicht verstehen, wie allgegenwärtig rassisches Denken  noch vor ein oder zwei Generation war, wie der Zweite Weltkrieg und der Holocaust einen intellektuellen Wendepunkt markierten, nach dem nichts mehr so sein würde wie es war.”[vi]

Die Anthropologie von Franz Boas und “der Holocaust”  

Gleichwohl die jüdische Kritik an rassischem Denken, von Franz Boas angeführt, Jahrzehnte vor dem Zweiten Weltkrieg begann, wurde sie nach Hitlers Machtergreifung 1933 dringlich. Mit seinem Buch Rassismus, posthum 1938 veröffentlicht, wollte der jüdische „Sexologe” Magnus Hirschfeld die rassischen Doktrinen der Nationalsozialisten widerlegen. “Wären diese praktikabel,” schrieb er, “wären wir gut damit beraten, den Begriff ‘Rasse’ auszumerzen, soweit es sich um Unterteilungen der Gattung Mensch dreht.”[vii] Während des Krieges erreichten die Schriften von Boas, seiner Studenten Ruth Benedict, Melville Herskovits und anderen, die dem Bezug zwischen Rasse, Kultur und Fähigkeit kritisch gegenüberstanden, langsam ein Massenpublikum. Benedicts Rassen und Rassismus, 1942 veröffentlicht, tat rassisches Denken als „eine Travestie wissenschaftlicher Kenntnis” ab. [viii] Im gleichen Jahr brachte der jüdische Intellektuelle Ashley Montagu (geboren als Israel Ehrenberg) das Werk Der gefährlichste Mythos des Menschen: der Trugschluss der Rasse heraus, das zum Bestseller wurde.

Benedict

Eine Abbildung aus dem Buch von Ruth Benedict „Die Rassen der Menschheit“ (1946)
Zu allen Zeiten und an allen Orten hat es “Edisons” gegeben.

Nur dank der eifrigen Unterstützung und Förderung durch den jüdischen Einfluss in der Presse und den Verlagshäusern waren diese jüdisch-ethnischen Aktivisten und ihre Verbündeten mit ihren pseudowissenschaftlichen Theorien in der Lage, ein derart breites Publikum zu erreichen— nicht wegen der eigentlichen Schlagkraft ihrer Argumente. Zum Ergebnis all dieser Anstrengungen hat der britische Historiker David Cannadine festgehalten: „Am Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die Vorstellung, dass Rasse die bedeutendste Form kollektiver menschlicher Identität, von Bewusstsein und Rangfolge sei, jeden Anspruch auf intellektuelle Seriosität verloren.”[ix]

1949 hat die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) unter dem Vorsitz von Montagu ein Gremium von “Wissenschaftlern” berufen, um „ein abschließendes Urteil über Rasse zu treffen.” Ein linkslastiger  Historiker hat darauf hingewiesen, wie jenes Gremium „aus zehn Wissenschaftlern bestand, die sich allesamt aus einer Randgruppe von Anthropologen, Soziologen und Ethnographen rekrutierten, die das Konzept der Rasse in erster Linie als ein soziales Konstrukt empfunden haben.” Gleichzeitig bemerkt er: „Die meisten von ihnen hatten sich zu einem früheren Zeitpunkt wissenschaftlich marginalisierten Gruppen von Kulturanthropologen zugehörig gefühlt, die in ihrer Mehrheit wiederrum Studenten von Franz Boas an der Columbia University in New York gewesen waren.”[x]

Nach dem ersten Treffen des Gremiums im Hauptquartier der UNESCO in Paris schrieb Montagu eines Nachts in einem nahegelegenen Hotel einen endgültigen Antrag zum Thema Rassen und in den darauffolgenden Tagen diskutierten die Teilnehmer „das Rassekonzept” in Montagus Entwurf.[xi] Montagu behauptete, dass „nur wenn unsere Beratungen in Auschwitz oder Dachau stattgefunden hätten, gäbe es eine passendere Umgebung, um den Mitgliedern des Komitees die immense Bedeutung ihrer Arbeit einzuschärfen.”[xii] Zu jener Zeit befand sich die UNESCO in einem während der deutschen Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg als Kommandantur von Groß-Paris genutzten Hotel. Die Worte der Deklaration der UNESCO waren untermauert von „der weitverbreiteten Abscheu gegen den Holocaust an den Juden.”[xiii] Der linke Gelehrte Anthony Hazard bemerkte, dass „allen Anstrengungen eine klare Ablehnung des Antisemitismus zugrunde zu liegen schienen.”[xiv]

Ashley Montagu

Ashley Montagu

Das von Montagu angeführte Gremium veröffentlichte seine Erklärung der UNESCO  (voll von Unwahrheiten und fadenscheinigen Argumenten) 1950. „Wissenschaftler”, wurde darin behauptet, „sind zu dem allgemeinen Einverständnis gelangt, dass die Menschheit eins ist: dass alle Menschen zur gleichen Gattung gehören, dem Homo sapiens.” Jene Gene, die verantwortlich sind „für die angeborenen Unterschiede zwischen Menschen” waren „stets wenige im Vergleich zur gesamten genetischen Beschaffenheit des Menschen und der großen Anzahl an Genen, die allen menschlichen Wesen eigen sind, gleich welcher Bevölkerungsgruppe sie angehören.” Somit wurde gefolgert, „dass die Ähnlichkeiten zwischen Menschen wesentlich größer sind als die Unterschiede.” Der Fehler hierbei liegt darin, dass angeblich die kleinen Unterschiede beim Eingeben in ein System nur kleine Unterschiede ergeben beim Endergebnis. Im Gegenteil ist es oft genau so, dass kleine Unterschiede bei der Eingabe zu großen Unterschieden bei der Ausgabe führen. Es wurde zum Beispiel oft darauf hingewiesen, dass der Unterschied zwischen Menschen und Schimpansen, was ihre DNA angeht, weniger als wie 2 Prozent beträgt; nichtsdestotrotz ist der Unterschied enorm, was ihre Intelligenz betrifft. Viele genetische Krankheiten werden durch ein einziges Gen verursacht und einige von ihnen sind tödlich.

Der UNESCO schlug man vor, dass man am besten „den Begriff ‘Rasse’ gänzlich abschafft”, da „für alle praktischen Zwecke ‘Rasse’ nicht so sehr ein biologisches Phänomen als eher ein sozialer Mythos ist.” Montagu und seine Kollegen beendeten ihren „endgültigen Antrag zum Thema Rasse” mit einem Loblied auf die Idee eines gemeinsamen Menschseins: „Biologische Studien unterstützen die Ethik einer universellen Bruderschaft; weil der Mensch zur Zusammenarbeit geboren wurde. … In diesem Sinne ist jeder Mensch der Hüter seines Bruders.” Hier entdecken wir die unveränderliche jüdische Tendenz, spezifisch jüdische Interessen als Ausdruck einer vermeintlich universellen Güte zu formulieren.

Der von Montagu für die UNESCO verfasste „endgültige Antrag zum Thema Rasse” wurde zusammen mit einer Presseerklärung veröffentlicht, die den Titel „Keine biologische Rechtfertigung für Rassendiskriminierung, meinen weltbekannte Wissenschaftler: die entscheidende Stellungnahme zum Thema” trug. [xv] The New York Times brachte über diese Erklärung eine Meldung, dessen Schlagzeile verkündete: „Weltweit renommiertes Gremium von Experten sieht keine wissenschaftliche Basis für rassische Vorurteile.”[xvi] Die Erklärung der UNESCO zum Thema Rasse führte dazu, dass eine jüdische ethnopolitische Agenda der Weltgemeinschaft aufgezwungen wurde — mit verheerenden Folgen für die Interessen der Europäer.

Jetzt wo sich diese neue Agenda auf dem höchsten Niveau durchgesetzt hatte, kombiniert mit der Dämonisierung und Marginalisierung von Abweichlern, war es in den Jahrzehnten nach der Niederlage Deutschlands fast unausweichlich, dass man alle verbliebenen Politikansätze, die auf rassischem Denken und rassischer Identität aufgebaut waren, verwarf. Die 1950 erfolgte Stellungnahme zum Thema Rasse (die zur Aufhebung der Rassentrennung durch den Obersten Gerichtshof der USA dank der 1954 erfolgten Entscheidung im Falle Brown v. Board of Education in Topeka führte) wurde von einem verständnisvollen Kommentator als „der historische Triumph der Anthropologie von Franz Boas weltweit” beschrieben. [xvii]

Cannadine bemerkt, dass in den nächsten Jahrzehnten die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Neuseeland „ihre Politik rassischer Diskriminierung aufgaben, ihre Einwanderungsbeschränkungen beendeten (…) und den Multikulturalismus annahmen.” Dies führt zu der irrigen Annahme, dass diese Veränderungen stattfanden, weil sich der Volkswille gewandelt hatte und die Menschen plötzlich zur Vernunft gekommen waren und rassische Diversität „annahmen“. In Wirklichkeit war in den USA, und, wie ich in meiner Sammlung von Essays über Australien ausgeführt habe, die Bewegung, die zur Liberalisierung der Einwanderungspolitik in Ländern wie Australien führte, eine von oben nach unten gesteuerte, völlig undemokratische Bewegung für spezifisch jüdische Ziele.

Götz Aly bekräftigt die Kultur „des Holocaust” in Deutschland

Roger Devlin hat bemerkt, dass „wir alle im Westen vermeintlicherweise verantwortlich sind für die Übel im Rest der Welt, aber nur deutsche Identität wurde 70 Jahre lang komplett auf Schuld aufgebaut.” Einer von denen, die hart an der Bekräftigung der Kultur „des Holocausts” in Deutschland gearbeitet haben, und das Meinungsklima anheizt, das zur Zerstörung des deutschen Volkes führt, ist der Historiker an der Goethe-Universität Frankfurt, Professor Götz Aly, der eine Reihe von Werken über „deutschen Antisemitismus”, das „Dritte Reich“ und „den Holocaust” geschrieben hat. Aly, der in den sechziger und siebziger Jahren mit militanten Organisationen der extremen Linken involviert war, ist der Nachkomme eines türkischen Soldaten, der im 17. Jahrhundert zum Christentum konvertierte. Trotz seiner teilweise türkischen Herkunft bezeichnet sich Aly als ethnischer Deutscher. Er ist nichtsdestoweniger sehr kritisch, was die Deutschen und ihre Geschichte angeht. Alys neuestes Buch (vor kurzem ins Englische übersetzt) Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933 ist als sein Versuch zu erklären, „warum deutsche Geschichte in einem Genozid gipfelte.”[xviii]

Gotz

Götz Aly

Im Gegensatz zur Masse der zum Establishment gehörenden Historiker, wie der unsägliche Daniel Jonah Goldhagen, ist Aly immerhin bereit zu akzeptieren, dass die Ursprünge des „deutschen Antisemitismus” nach der Aufklärung auf Interessenkonflikte zwischen Juden und Nichtjuden zurückgeführt werden können— oder eher, seiner Meinung nach, auf den Neid des durchschnittlichen Deutschen auf den rapiden sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg der Juden im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Er betrachtet Versuche, den Aufstieg des Nationalsozialismus lediglich auf der Basis politischer Ideologie zu erklären als unbefriedigend, indem er bemerkt, „dass Konservative nicht die einzigen waren, die sich von Feindschaft gegen und sogar Hass auf Juden leiten ließen. Reformer und Pioniere politischer Freiheit haben dies oft genauso getan. Wir müssen anderswo nach Erklärungen suchen.”[xix]

Trotz dieser kleinen Zugeständnisse an die Realität steht Aly fest im Lager der intellektuellen Apologeten der Juden, indem er meint, dass „Antisemitismus” ein Phänomen ist, dass seinen Ursprung immer in der Psychopathologie oder im Wahn von Nichtjuden hat— in diesem Falle die pathologische Eifersucht der Deutschen. Seine Entlastung der Juden von jedweder Schuld bei irgendwelchen Erscheinungsformen des “Antisemitismus” ist kaum eine Überraschung, wenn man bedenkt, dass Alys Buch die Imprimatur von führenden jüdischen Repräsentanten der Holocaust-Industrie besitzt. Der Autor, in der Vergangenheit Gewinner eines jüdischen Buchpreises, erwähnt zum Beispiel,  „wie meine Forschungsarbeit dank der hilfsbereiten und herzlichen Kollegen in der Gedenkstätte Yad Vashem viel einfacher und angenehmer wurde” und dass sein Werk durch ein von der Baron-Friedrich-Carl von-Oppenheim-Stiftung vergebenem Forschungsstipendium über Rassismus, Antisemitismus und den Holocaust gefördert wurde.

Vom Standpunkt einer bedingungslosen Akzeptanz der dogmatischen Hollywood-Version „des Holocausts” behauptet Götz Aly dass: „Umstritten sind nach wie vor Fragen nach seiner endgültigen Bedeutung und tieferen Ursachen”, und argumentiert, dass „die Antworten ohne Zweifel nach wie vor fragmentarisch sein werden. Nichtsdestotrotz haben Historiker die Pflicht, nach ihnen zu suchen.” Gemäß dem Autor haben Geschichtswissenschaftler demnach die moralische und intellektuelle Pflicht, nach der endgültigen Bedeutung „des Holocausts” zu forschen (natürlich vorausgesetzt, dass dies Juden völlig entlastet), aber nicht die Pflicht, die wirklichen Begebenheiten des angeblichen Ereignisses festzustellen. So viel zur einstmals bewunderten akademischen Tradition, furchtlos nach der Wahrheit zu suchen, egal, wohin dies führt. In den nachfolgenden Teilen dieser Rezension werde ich Alys „Neid”-Theorie über den „deutschen Antisemitismus”, der die Basis seines hochgelobten Buches darstellt, kritisch analysieren.

Zu Teil 2.

 

[i] Peter Novick, The Holocaust und Collective Memory (London: Bloomsbury, 2000), 144.

[ii] Chaim Bermant, Jews (London; Weidenfeld & Nicholson, 1977), 91.

[iii] Novick, Holocaust, 232.

[iv] Eric L. Goldstein, The Price of Whiteness: Jews,, Race, und American Identity (New Jersey: Princeton University Press, 2008), 211.

[v] Nicholas Kollerstrom, Breaking the Spell: The Holocaust, Myth & Reality (Uckfield: Castle Hill, 2014), 133.

[vi] Henry Reynolds, Why Weren’t We Told? — A personal search for the truth about our history (Melbourne: Penguin, 2000), 248-249.

[vii] David Cannadine, The Undivided Past: Humanity Beyond Our Differences (New York: Alfred A. Knopf, 2013), 205.

[viii] Ibid., 210.

[ix] Ibid., 211.

[x] Poul Duedahl, “From racial strangers to ethnic minorities, On the socio-political impact of UNESCO, 1945-60.” Paper presented at 7th Annual International Conference on Politics und International Affairs in Athens, Greece, in 2009.

[xi] Ibid.

[xii] Anthony Q. Hazard, Postwar Anti-Racism: The United States, UNESCO, und “Rasse,”1945-1968 (New York: Palgrave MacMillan, 2012), 38.

[xiii] Cannadine, The Undivided Past, 212.

[xiv] Hazard, Postwar Anti-Racism, 39.

[xv] Duedahl, “From racial strangers.”

[xvi] Elazar Barkan, The Retreat of Scientific Racism: Changing Concepts of Race in Britain und the United States between the World Wars (Cambridge UK: Cambridge University Press, 1993), 341.

[xvii] Robert Wald Sussman, The Myth of Race: The Troubling Persistence of an Unscientific Idea (Cambridge MA: Harvard University Press, 2014), 207.

[xviii] Götz Aly, Why the Germans? Why the Jews?: Envy, Race Hatred, und the Prehistory of the Holocaust (New York: Metropolitan Books, 2014), 2.

[xix] Ibid., 3.

[xx] Ibid., 1.

[xxi] Ibid., 9.

[xxii] Ibid.

[xxiii] Ibid., 110.

 

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